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Belüftung

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Lüftung

Der menschliche Körper kühlt sich mit Hilfe von drei Prozessen ab: Konvektion, Radiation und Perspiration. Die Lüftung beschleunigt alle drei Prozesse. Konvektion entsteht in dem Moment, wenn Wärme vom Körper über Luftbewegungen weggeströmt wird.

Wenn die Luft um den Körper herum kälter ist als der alleinige Körper, dann wird die Körperwärme auf die Luft übertragen und strömt nach oben. Wie diese Luft nach oben strömt, füllt neue, kalte Luft die Leere auf und absorbiert noch mehr Wärme. Je schneller diese Luft zirkuliert, desto effektiver ist der Kühlungsprozess.

Zur Radiation kommt es, wenn die Wärme zwischen dem Körper und anderen Objekten im Raum übertragen wird. Wenn diese Objekte wärmer sind als wir selbst, dann fließt die Wärme auf uns zu. Das Beseitigen der Wärme mit Hilfe von Ventilationen vermindert die Temperatur von Dächern, Wänden und Möbeln. Je kälter die Objekte in unserer Umgebung sind, desto weniger Wärme ziehen wir an und damit wird mehr von der eigenen Körperwärme entfacht. Wenn die Temperaturen hoch sind oder wir physische Anstrengungen ausüben, kommt es zur Perspiration, besser gesagt zum Körpermechanismus, der Wärme befreit. Man kann eine Menge Geld sparen, wenn man sein Heim durchlüftet anstatt Klimaanlagen, ausgenommen an besonders heißen Tagen, benutzt.

Die natürliche Ventilation, die Häuser auf einer angenehmen Temperatur während des Sommers hält, erzielt man mit Hilfe vom Wind und dem sog. Schornsteineffekt. Der Wind wird durch die Gebäude und Häuser wehen, abhängig von der Orientierung zu dergleichen. Das bedeutet, dass die Wärme, die sich im Laufe des Tages in den Häusern und Gebäuden sammelt, während der Nacht mit Hilfe der Ventilation (gilt vor allem für trockene Klimate) ausgeschieden werden kann.

Diese Strategie ist ausführbar bis zu dem Moment, wo die Feuchtigkeit innerhalb des Hauses nicht unangenehm hoch ist. Abhängig von dem Design des Hauses oder des Gebäudes und der Windrichtung kann man einen Zaun aufstellen oder eine Baumreihe neben dem nahe gelegenem Fenster anpflanzen, womit dem Wind ein Hindernis aufgestellt wird, was aber wiederum zur Folge hat, dass die Luft durch das nahe liegende Fenster entweder heraus- oder hereinkommt. Wenn der Wind parallel mit der Wand weht, entstehen Tiefdruckzonen, womit die Luft aus dem Inneren geschoben wird.

Der Schornsteineffekt entsteht, wenn kalte Luft durch das erste Stockwerk oder den Keller in das Gebäude kommt, Wärme in den Zimmern absorbiert, aufsteigt und durch die Fenster des oberen Gebäudeteils das Gebäude verlässt. Das erzeugt einen niedrigeren Luftdruck, was wiederum zur Folge hat, dass Luft durch die Fenster im unteren Gebäudeteil eintritt. Mit Fenstern und Türen können wir eine Querventilation erzeugen und zwar so, dass mit der Größenanordnung und der Position der Öffnungen verschiedene Gebäudeteile durchlüftet werden.

Wenn sich die Öffnungen am Gebäude oder am Haus einander gegenüber befinden, dann wird nur der Raum zwischen ihnen durchlüftet. Ein viel größerer Raum wird durchlüftet, wenn die Luft einen längeren Weg zwischen dem Gebäudeeingang und dem Ausgang bewältigen muss. Somit ist es notwendig, einzelne Fenster, die Luftströmungen, welche einen längeren Weg zurücklegen, behindern, zu schließen.


Vorteilhaft sind kleine Fenster für den Lufteintritt in das Gebäude, und Größere für den Luftaustritt aus dem Gebäude, damit der Luftstrom vergrößert wird, was positiv auf die Kühlung wirkt. Die beste Luft von Außen ist die, die sich im Schatten befindet. In Gebieten mit wärmerem Klima bietet die natürliche Ventilation nicht genügend Kühlung und deshalb ist der Gebrauch von mechanischen Ventilationen nötig.

Die Effektivität und die energetische Wirksamkeit solcher Apparate sind sehr breit, deshalb muss man beim Kauf vorsichtig sein. Empfehlenswert ist der Kauf solcher Apparate in Läden, die sich darauf spezialisiert haben. Dachventilatoren funktionieren am besten, wenn die Schaufeln ca. zweieinhalb Meter über dem Boden und ca. 30 Zentimeter unter dem Dach befestigt werden. Die Schaufeln dürfen dem Dach nicht näher als 20 Zentimeter und den Wänden einen halben Meter sein.

Größere Ventilatoren können mehr Luft übertragen als Kleinere. Ventilatoren von einem Meter können einen Raum von 20 Quadratmeter abkühlen. Mehrfach Ventilatoren arbeiten am Besten in Zimmern, die länger sind als fünf Meter. Größere Schaufeln bieten die gleiche Kühlung wie die Kleineren bei geringerer Schnelligkeit. Das kann wichtig sein für Räumlichkeiten mit viel Papier oder für Objekte, auf die stärkere Luftströme Einfluss haben können.

In den meisten Fällen kann ein Kühlungsventilator die Klimaanlage eintauschen. Solche Ventilatoren in Verbindung mit Dachventilatoren oder übertragbaren Ventilatoren bieten eine angenehme Temperatur im Haus, selbst an den heißesten Tagen. Solche Ventilatoren saugen durch offene Fenster die Luft, die durch das Haus strömen und durch die Öffnungen am Dach heraustreten, ein.

Die Kühlung kann reguliert werden, indem man die Fenster in nicht benutzten Räumen schließt und in den benutzten Räumen öffnet. Solche Ventilatoren können dreißig bis sechzig Luftveränderungen pro Stunde bieten. Solche Ventilatoren können mit Klimaanlagen kombiniert werden. In Häusern ohne Klimaanlage sollten größere Ventilatoren dieser Art eingebaut werden.

Dampfkühler sind beliebt und energetisch effektiv, vor Allem in trockenen Klimaverhältnissen. Die heiße Luft von Außen kommt in den Kühler und geht über kleine Kissen, die mit Wasser befeuchteten sind und das Wasser verdunstet in die Luft. Die Luft ist um ein paar Grad kälter als die Luft, die direkt in das Haus kommt und die wärmere Luft gelangt durch das Fenster aus dem Haus.

Da dieser Prozess ebenfalls die Luft befeuchtet ist es am Besten, wenn Dampfkühler in Klimaverhältnissen benutzt werden, die im Sommer niedrige relative Feuchtigkeit aufweisen. Dampfkühler verbrauchen ein Drittel weniger Energie als Klimaanlagen und kosten um die Hälfte weniger. Im Unterschied zu zentralen Kühlungsapparaten, die ständig die gleiche Luft zirkulieren, bringen Dampfkühler ständig neue, frische Luft ins Haus.

Solche Gräte haben meistens zwei Geschwindigkeiten und eine Option, während welcher die Wasserpumpe nicht arbeitet und somit die Luft außen nicht befeuchtet wird. Damit können Dampfkühler, bei mäßigem Wetter, als Ventilator für das ganze Haus genutzt werden.

Source: www.gradimo.hr